G-Sync funktioniert inzwischen auch mit Adaptive-Sync-Monitoren und erlaubt variable Bildraten ohne Bildfehler. In diesem Beitrag erfahrt ihr, welche Monitore G-Sync Compatible unterstützen.

Adaptive Sync: G-Sync und FreeSync erklärt

Bevor Adaptive Sync eingeführt wurde, mussten Spieler auf VSync zurückgreifen, um Bildfehler wie das sogenannte Screen Tearing zu eliminieren. Dieser Begriff beschreibt das „Zerreißen“ des Monitorbildes, wenn durch eine unterschiedliche Bildrate und Bildwiederholfrequenz zwei leicht versetzte Bilder gleichzeitig angezeigt werden.

VSync beschränkt daher die Bildrate (Bilder pro Sekunde) der Grafikkarte auf die maximale Bildwiederholfrequenz (Hertz) des Monitors. Bei einem 60-Hertz-Monitor gibt die Grafikkarte bei aktiviertem VSync also maximal 60 Bilder pro Sekunde aus.

VorherNachher

Adaptive Sync-Technologien wie G-Sync (Nvidia) und FreeSync (AMD) synchronisieren die Bildrate der Grafikkarte mit der Bildwiederholfrequenz des Monitors und sind im Gegensatz zu VSync variabel. Ein Beispiel: gibt die Grafikkarte 70 Bilder pro Sekunde aus, stellt der Monitor die Bildwiederholfrequenz auf 70 Hertz ein. Steigt sie hingegen auf 144 Bilder pro Sekunde, läuft der Monitor fortan mit 144 Hertz.

Der ROG Swift PG27UQ ist einer der technisch fortschrittlichsten G-Sync-Monitore.

Beide Technologien bauen auf dem Adaptive Sync-Standard auf, funktionieren aber stets nur mit den Grafikkarten eines Herstellers. G-Sync ließ sich bisher nur mit Nvidia GeForce-Grafikkarte und einem Monitor mit integriertem G-Sync-Modul nutzen.

Wer einen Adaptive-Sync-Monitor sein Eigen nennt, braucht hingegen eine AMD Radeon-Grafikkarte, um die Funktion nutzen zu können. Inzwischen hat sich Nvidia dem Adaptive-Sync Standard geöffnet, der inzwischen häufig nur noch Adaptive Sync genannt wird. Besitzer einer GeForce-Grafikkarte können fortan G-Sync auf einem Adaptive-Sync-Monitor nutzen.

Nvidia nennt diese Funktion G-Sync Compatible, allerdings unterstützen nicht alle Monitore diese Funktion und es gibt weiterhin Unterschiede zu richtigen G-Sync-Monitoren.

Die Unterschiede von G-Sync Compatible zu G-Sync (Ultimate)

G-Sync Compatible-Monitore müssen beim Spielen mit variabler Bildwiederholfrequenz bestimmte Anforderungen erfüllen. Es dürfen beispielsweise keine Artefakte wie flackern oder ghosting auftreten. Die Monitore müssen zudem eine variable Bildrate im Rahmen von 2,4:1, also beispielsweise 60 bis 144, abdecken.

G-Sync-Monitore müssen verschiedene Kriterien erfüllen, um von Nvidia zertifiziert zu werden. (Bild: Nvidia)

Monitore mit integriertem G-Sync-Modul werden hingegen deutlich umfangreicher getestet und müssen strengere Kriterien erfüllen. Sie absolvieren über 300 Kompatibilitäts- und Qualitätstests und decken eine Bildwiederholfrequenz ab, die sich von mindestens einem Herz bis hin zur maximalen Bildwiederholrate des Monitors erstreckt.

Des Weiteren setzt Nvidia variables Overdrive sowie eine werksseitige Farbkalibrierung voraus. G-Sync-Monitore bieten außerdem häufig zusätzliche Funktionen wie Ultra-Low Motion Blur und Overclocking.

Das Maß aller Dinge ist G-Sync Ultimate HDR (High Dynamic Range), bei dem der Monitor eine Helligkeit von 1.000 cd/m² im HDR-Betrieb erreichen muss. Zudem muss eine vollflächige Hintergrundbeleuchtung integriert sein und als weitere Voraussetzung muss der DCI-P3-Farbraum abgedeckt werden.

G-Sync Compatible Voraussetzungen

G-Sync Compatible setzt den GeForce-Treiber 417.71 WHQL sowie eine Grafikkarte der GTX 10XX-Serie (beispielsweise eine GTX 1070 Ti) oder der RTX 20XX-Serie (beispielsweise eine RTX 2080) voraus. Zudem muss der Monitor Adaptive Sync unterstützen.

Der ROG XG258Q ein mit Adaptive-Sync-Monitor, der ab sofort auch G-Sync Compatible unterstützt.

Derzeit sind über 500 Monitore mit Adapative/FreeSync auf dem Markt erhältlich. Nvidia hat bereits über 400 Stück getestet, von denen bisher 12 Stück die anspruchsvollen Tests bestanden haben und sich G-Sync Compatible nennen dürfen. Unter den 12 Monitoren befinden sich beispielsweise fünf ASUS-Monitore:

  • ASUS MG278Q
  • ASUS ROG Strix XG258Q
  • ASUS ROG Strix XG248
  • ASUS VG278Q
  • ASUS VG258Q

Mit diesen Monitoren wird G-Sync Compatible automatisch aktiviert, wenn der entsprechende Treiber installiert ist und eine GeForce-Grafikkarte im PC sitzt. Zudem müssen die Grafikkarte und der Monitor über ein DisplayPort-Kabel miteinander verbunden sein. Über den HDMI-Anschluss lässt sich die Funktion hingegen nicht einschalten.

G-Sync Compatible im Treiber aktivieren

Sollte G-Sync Compatible nicht automatisch aktiviert sein, falls ihr beispielsweise einen anderen Adaptive-Sync-Monitor nutzt, müsst ihr wie folgt vorgehen. Aktiviert zunächst FreeSync im On-Screen-Display (OSD) des Monitors.

Im Nvidia-Treiber sollte unter Monitor-Technologie G-Sync stehen.

Öffnet im nächsten Schritt mit einem Rechtsklick auf dem Desktop die Nvidia Systemsteuerung und navigiert zu „3D-Einstellungen verwalten“. Dort findet ihr die Option „Monitor-Technologie“, die ihr auf „G-Sync Compatible“ stellt. Unter dem Reiter „Anzeige“ befindet sich die Option „G-Sync einrichten“, die sich in drei Abschnitte unterteilt.

Im letzten Schritt müssen im Treiber unter „G-Sync einrichten“ die richtigen Haken gesetzt werden.

Im ersten Abschnitt setzt ihr den Haken bei „Enable G-Sync, G-Sync Compatible“ sowie die Option „Enable for full screen mode“. Als nächstes wählt ihr im zweiten Abschnitt den Adaptive-Sync-Monitor aus und setzt abschließend im dritten Abschnitt den Haken bei „Enable settings for the selected display model“.

Ab sofort könnt ihr G-Sync auf eurem Adaptive-Sync-Monitor nutzen. Um zu testen, ob G-Sync einwandfrei funktioniert, könnt ihr die kostenlose Nvidia Pendel-Demo herunterladen.

Funktioniert euer Adaptive-Sync-Monitor mit G-Sync?

G-Sync Compatible erlaubt Besitzern eines Adaptive-Sync-Monitors, Adaptive Sync zum Spielen mit variabler Bildrate in Kombination mit einer GeForce-Grafikkarte zu nutzen. ASUS und ROG können bereits zum Start fünf Adaptive-Sync-Monitore vorweisen, die von Nvidia als G-Sync Compatible zertifiziert wurden.

Weitere Monitore werden bereits von den ROG-Ingenieuren auf ihre G-Sync-Kompatibilität getestet. Ihr könnt uns gerne unterstützen und bei dieser Umfrage mitmachen, bei der wir in Erfahrung bringen möchten, ob euer ASUS-/ROG-Adaptive-Sync-Monitor einwandfrei mit G-Sync funktioniert.

Das Nonplusultra sind aber nach wie vor G-Sync-Monitore wie der ROG PG27UQ, die anspruchsvollere Kriterien, beispielsweise die Abdeckung der vollständigen Bildwiederholfrequenz und Unterstützung für HDR, erfüllen müssen und die für Gamer ultimative Erfahrung bieten.